Festa Paschalia 2009

Konzert- und Veranstaltungsreihe
der Künstler-Union-Köln zur Karwoche und zu Ostern

Zum zweiten Mal finden in diesem Jahr die Festa Paschalia der Künstler-Union-Köln mit dem figuralchor köln statt. Kennzeichnend für die Festa Paschalia sind die außergewöhnlichen Konzerte und Veranstaltungen an zentralen, historisch bedeutsamen Kölner Orten während der Kar- und Ostertage (5. April bis 13. April 2009). Festa Paschalia führt die alte Tradition der Kölner Ostermusiken und Konzertreihen zu den Ostertagen fort und hatte bereits im vergangenen Jahr mit dem Konzert in der Trauerhalle des Melatenfriedhofs und dem Messias von G.F. Händel an drei Aufführungsorten (Müllverbrennungsanlage, Treppenhaus des OLG, St. Ursula) einen besonderen Erfolg.

Die Veranstaltungsreihe wendet sich an die gesamte Kölner Bürgerschaft und die Besucher der Stadt in der Osterzeit. Ziel ist es, die kulturelle und spirituelle Bedeutung der religiösen Dramatik der Kar- und Ostertage auf vielfältigste Weise an jedem einzelnen Tag erlebbar zu machen.

Verantwortlich für die Festa paschalia ist der figuralchor köln e.V. unter der Leitung von Richard Mailänder und als Veranstalterin die Künstler-Union-Köln. Für die Konzerte konnten namhafte Kölner Künstler und Ensembles gewonnen werden.

Die Festa Paschalia werden in diesem Jahr bei rückläufigen Fördermitteln und Sponsoren in besonderem Maße durch das Ehrenamt und Engagement der beteiligten Künstler und Institutionen getragen.

Am Palmsonntag beginnen die Festa Paschalia mit einem Orgelkonzert in der romanischen Kirche St. Pantaleon. Am Montag und Dienstag setzen ein Filmbeitrag und ein Gesprächsvortrag im Domforum sich mit den menschlichen Grunderfahrungen Leid, Tod und Hoffnung im christlich-jüdischen Dialog auseinander. Am Gründonnerstag wird mit Trauermetten im Hohen Dom zu Köln ab 22 Uhr der Passion gedacht. Die Musik am Karfreitag in der Fronleichnamskirche der Ursulinen (21 Uhr) steht ganz im Zeichen der menschlichen Klage und des Schmerzes. An Karsamstag kehrt Festa Paschalia zurück in die Kirche St. Pantaleon und schließt die trauernde Betrachtung der Karwoche mit Vokalwerken des Frühbarocks.

Am Ostermontag wird mit einem großen Abschlusskonzert der Festa Paschalia gleichzeitig der Höhepunkt der Festreihe geboten: Im Treppenhaus des Gürzenichs wird das Oratorium „Auferstehung“ von Max Baumann (1917-1999) aufgeführt. Die ca. 200 beteiligten Musiker werden in der Spannung des Festsaals der Kölner Bürgerschaft und dem Mahnmal des kriegszerstörten Kölns, der Kirche Alt St. Alban, ein in jeder Hinsicht außergewöhnliches Werk aufführen. Die zeitgenössische Musik und die herausragende Architektur als ungewöhnlicher Aufführungsort erfordern eine besondere Auseinandersetzung der Zuhörer mit menschlichem Leid einerseits sowie Freude und Hoffnung andererseits. Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Regionalkantorat Köln statt.

Traditionell ist der Eintritt zu den Veranstaltungen kostenlos. Der über den reinen Kunstgenuss hinausgehende Wert für die Besucher der Veranstaltungen ergibt sich in der aktiven Auseinandersetzung mit den aufzusuchenden Orten, der Kunst und der kulturellen und menschlichen Dimension der Kar- und Ostertage.

Die Festa Paschalia sollen in den nächsten Jahren unter Einbeziehung weiterer Kölner Künstler fortgeführt und als wichtiges Kulturereignis von Kölner Bürgern für die Bürgerschaft und die Besucher der Stadt ausgebaut werden.


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Sonntag, 05.04.2009, 16:00 Uhr
St. Pantaleon

Hosianna

Orgelkonzert zum Palmsonntag

mit Werken von
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847)
August Gottfried Ritter (1811-1885)
Franz Liszt (1811-1886)
Christopher Tambling (*1964)

Martina Mailänder, Orgel

Hosianna - Das Programm ->

Über Martina Mailänder ->

Montag, 06.04.2009, 19:30 Uhr
DOMFORUM

"Es wäre gut, dass ein Mensch würde umbracht für das Volk"

Deutschland 1991, Regie: Hugo Niebeling, 125 Min.

Gründgens-Schüler Hugo Niebeling inszenierte im Dom zu Speyer die Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach. Das Opus erzählt den Leidensweg Jesu und gipfelt im Konflikt zwischen Jesus und Pilatus. Der Film ist eine ergreifende Mischung von Musikdrama, Ballett und Schauspiel.

In Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk ->

Dienstag, 07.04.2009, 19:30 Uhr
DOMFORUM

Tod und Auferstehung im jüdisch-christlichen Gespräch

Prof. Dr. Josef Wohlmuth, Universität Bonn

Eine Annäherung an die Fragen um Tod und Auferstehung versucht Josef Wohlmuth, em. Professor für Dogmatik, an diesem Abend im jüdisch-christlichen Gespräch. Das Gespräch versucht einen Einblick zu geben in die alttestamentlichen Ansätze über eine Scheolvorstellung bis hin zur Hoffnung auf die Auferstehung der Toten. Wie können wir uns diese Auferstehung \"leiblich\" vorstellen? Können wir uns davon überhaupt eine Vorstellung machen?

In Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk ->

Donnerstag, 09.04.2009, 22:00 Uhr
Binnenchor Kölner Dom

Tenebrae factae sunt

Trauermette zum Karfreitag

Motetten von Victoria, Schütz, Hovland, Nystedt u.a.

Ensemble des MÄDCHENCHORES AM KÖLNER DOM

Leitung: Oliver Sperling

Freitag, 10.04.2009, 21:00 Uhr
Fronleichnamskirche in der Machabäerstraße

JEREMIADEN

Die Klagelieder des Jeremias von John Tuder
(um 1500, England)

„Ich bin der Mann, der das Leid gesehen hat.”

Ensemble ALA AUREA:

Maria Jonas, Gesang
Lucia Mense, Blockflöten, Traversflöte
Bettina Strübel, Organetto

Über die JEREMIADEN ->

Die Texte der Klagelieder ->

Weitere Informationen über ALA AUREA ->

Samstag, 11.04.2009, 15:00 Uhr
St. Pantaleon

O Crux ave

ENTFÄLLT

Musik zu Passion und Karwoche mit Werken des 16.-18. Jahrhunderts
(Schütz, Palestrina, Zelenka, u.a.)

Heike Heilmann, Sopran
Anne Bierwirth, Alt
Georg Poplutz, Tenor
Thilo Dahlmann, Bass

Martina Mailänder, Orgel

Über "O Crux ave" ->

Die Texte und Übersetzungen ->

Die Künstlerbiographien ->

Montag, 13.04.2009, 16:00 Uhr
Gürzenich

AUFERSTEHUNGLogo

Oratorium op. 94 von Max Baumann (1917-1999)

Johanna Winkel, Sopran
Christian Palm, Bariton
Thilo Dahlmann, Bass

Claudia Holzapfel, Sprecherin
Frank Maier, Sprecher

Angelika Ritter, Klavier

Neues Rheinisches Kammerorchester

Junger KonzertChor Düsseldorf (Einstudierung Guido Harzen)
figuralchor köln

Sprechchor (Einstudierung Jonas Dickopf)

Leitung: Richard Mailänder

Zur Entstehung des Oratoriums ->

Biographische Stationen Max Baumann ->

Das „Auferstehungsoratorium” des Projekts Neue Musik mit Laienmusikern findet im Rahmen von „ON - Neue Musik Köln” statt.
„ON - Neue Musik Köln” wird gefördert durch das Netzwerk Neue Musik sowie
durch die Stadt Köln und die RheinEnergie Stiftung Kultur.

Unsere Partner und Sponsoren:
 

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Landesmusikrat NRW ->Logo 30.1Logo 30.2
Max-Baumann-Gesellschaft ->Logo 35.1